„Zukunftsmusik“

Hätten Sie das gedacht? Kinderlärm fällt unter das Lärmimmissionsschutzgesetz. Das heißt, wenn Kinder spielen und toben wird dies genauso bewertet, wie Flugzeuglärm, Straßenlärm oder das Bohren mit dem Presslufthammer. Oft kommt es einem so vor, dass Industrielärm als selbstverständlich angesehen wird, während man Kinderlärm als schädliche Umwelteinwirkung ansieht. Damit soll jetzt Gott sei Dank Schluss sein.

Gesetzesinitiativen auf Bundes- und Landesebene sollen dazu beitragen, dass Klagen gegen Kinderlärm erschwert werden. In dem neuen Gesetzespassus heißt es unter anderem: „Geräuscheinwirkungen, die durch Kinder in Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen oder ähnlichen Einrichtungen hervorgerufen werden, sind keine schädliche Umwelteinwirkung.“ Da wird endlich Gesetz, was eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Natürlich gehört zu einer funktionierenden Gesellschaft Rücksichts. Das müssen auch Kinder lernen. Aber wer eine kinderfreundliche Gesellschaft wirklich will, der muss erkennen, dass Kinderlärm Zukunftsmusik ist.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Akzeptanz von Kindern in unserer Gesellschaft? (Bitte hier eintragen).

Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir mit den Jugendherbergen einen wichtigen Beitrag für eine kinderfreundliche Gesellschaft leisten können.

Herzliche Grüße

Jacob Geditz

57 Kommentare zu “„Zukunftsmusik“”

  1. Kinder sind die liebe des Lebens !!!

    Ich finde ohne Kinder ist alles doof……………..

    Habe selber drei und hoffe bald selber wieder Kind sein zu dürfen wenn ich OPA werde..

    PS .Bei mir dürfen sie laut sein!!!! Wenn es zu laut wird gehe ich in den Keller mit den Kinder noch lauter Spielen hi Gruß Kinder

  2. Meine Frau und ich (50++) sind schon als Jugendliche in der Jugendarbeit der Kirche tätig gewesen und sind es heute noch, wir haben selbst „nur“ drei, aber unseren Urlaub verbringen wir sehr oft immer noch in Jugendherbergen, auch wenn dort Schulklassen garantieren, dass es nicht leise wird.
    Wo soll es hinführen, wenn wir schon unsere Kinder in eine Zwangsjacke stecken, ihnen ihre Freiheit, sich auszuleben, sich auszutoben und ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen schon in frühen Jahren nehmen.
    Wollen wir wirklich eine Gesellschaft voller Duckmäuser und Rumschlurfer?
    Wir nicht! Und Kinder gehören nicht ausgegrenzt in Randbereiche sondern mitten drin. Alles Unerwünschte in ein Ghetto – das hatten wir doch schon mal…..

    Danke für Ihr Engagement

    Franz Rüttgers

  3. Die Stellungsnahme „Zukunftsmusik“ finde ich sehr sympathisch und spricht mir aus der Seele.
    Es gibt durchaus Situationen, in denen auch Kinder Rücksicht nehmen müssen – aber das ist ein ganz anderes Thema und wenn es da ein Problem gibt, dann liegt es eher an überforderten oder verständnisslosen Eltern und keinesfalls an den Kindern.
    Wir haben zusammen vier Patchwork-Kinder und sind dankbar für jede Initative zur Unterstützung von Kindern.
    Bleiben Sie dran!

  4. es ist in diesem, unserem, land schon lächerlich, daß man/frau wohnungen vermietet, die zwar einen hund oder katze haben können nur kei9ne kinder. und unsere kinder sind unser gut und unser glück. die leute, die etwas gegen kinder haben, sollte man auf eine einsame insel verbannen. ich bin 57 jahre alt, meine Älteste ist 30 und meine Jüngste 5 Jahre alt und diese Beiden sind mein größter Schatz auf Erden

  5. Meine Erfahrungen im direkten Lebensumfeld sind eigentlich sehr positiv – wir wohnen in einem kleinen Dorf (unter 200 Ew.), aber mit ca. 30 Kindern, die immer irgendwo zu hören und zu sehen sind. Sie haben aber auch genügend Freiraum um toben zu können.
    Wenn wir mit unseren Kindern ( 4 im Alter von 14-8 Jahren) unterwegs sind, passe ich schon auf, daß wir nicht allzulaut sind. Erstens sind immer 4 beisammen, das allein ist schon für viele Leute nicht tragbar und dann ist es natürlich auch lauter, da die Hemmschwelle miteinander anders und direkter umzugehen kleiner ist, sprich es wird lauter.
    Aber ich denke, Kinder müssen sich laut äußern dürfen und auch laut spielen, aber auch, daß gewisse Regeln eingehalten werden müssen und Rücksichtnahme zuweilen erforderlich ist.
    Kinderlärm ist Zukunftsmusik!!!! im wahrsten Sinne des Wortes

  6. ich bin zur zeit nur wochenendpapa vom 12 und 13 jährige da ich allein lebe.ich liebe kinder über alles und hätte gern noch einen kleinen in meinem haushalt aber mit 55 bekommt man nicht etwas sportliches mit baby oder kleinem kind.ich bin froh wenn kinder mal tollen und toben den nur so können sie lernen sich mit anderen zu vertragen und das es verschiedene ansichten gibt.das gesetz das kinder lärmen dürfen ist richtig und wer das nivht einsieht soll als senner auf eine almhütte gehn,da ist ruhe.ruhig wirs für jeden im leben mal,2 meter tief und das will auch keiner.lieben gruß vom papa mit spielenden kindern

  7. Meines Erachtens werden Kinder in der BRD in erster Linie als störend empfunden. Eltern, die ihre Kinder nicht beruhigen können, werden von Passanten angemeckert und runtergemacht. Die persönliche Bequemlichkeit des Einzelnen ist weit wichtiger als das Gemeinwohl. Kinder werden nur akzeptiert, wenn sie brav in der Ecke sitzen, lernen und möglichst angepasst sind. In Kinder wird nur das nötigste investiert (siehe Hartz 4 Diskussion), dafür hinterlassen wir ihnen einen desolaten Haushalt und Schulden, die nie und nimmer abzutragen sind.

  8. Wir wohnen auf dem Land in einem kleinen Dorf. Dort sind Kinder willkommen. Und gerade die Kinder sind es, die das Dorfleben sehr bereichern (Chorauftritte, Vereinsaktivitäten, Kinderkreis) und die Erwachsenen – ob alt ob jung – zusammenführen.

    Ina Schmitt

  9. Die Jugendherbergen.de

    Sehr geehrter Herr Geditz!
    Leider kann ich Ihrem Loblieb auf das „Kinderlärmschutzgesetz“ nicht beistimmen.
    Wir haben fünf Kinder, neun Enkel und vier Urenkel. Die Behauptung, dass Kinder schreien müssen, ist pauschal und undifferenziert genommen falsch.
    Heute schreien sich Kinder oft an, weil sie miteinander zanken. Sie schreien aber auch, wenn sie sich in normalem Ton verständigen könnten. Sie schreien, wenn sie miteinander „spielen“, weil das zum Spielen gehört. Sie können schon nicht mehr anders, weil sie es nichtgelernt haben.
    Wenn dieses Schreien natürlich sein soll, wie der dekadente Zeitgeist behauptet, frage ich mich, warum unsere Nerven das nicht aushalten und warum sich Menschen dagegen wehren? Unsere Nerven reagieren natürlich und können nicht per Gesetz abgeschaltet werden. Die Laisser-faire-Methode und die Antiautori-tätsdressur der 68er Degeneration wirken immer noch unheilvoll nach. Wenn aber eine Million Menschen etwas Törichtes tun, bleibt es immer noch etwas Törichtes.
    In unserer Familie wurde grundsätzlich nicht geschrien. Ich habe weder meine Frau angeschrien noch sie mich. Den Kindern haben wir gesagt, dass man sich in ruhigem Ton besser verständigen kann. Gott sei dank konnte ich nicht richtig schreien. Wenn ich in der Schule als Lehrer mal die Beherrschung verlor und laut wurde – und das geschah selten -, haben meine Schüler gelacht. Das war gut so! Unsere Familie hält immer noch zusammen und nicht zuletzt deshalb, weil wir uns in ruhigem Ton verständigten. Und das über 60 Jahre!
    Dieses von Ihnen gelobte Gesetz ist widernatürlich und unvernünftig.
    Freundlich Grüße,
    Hermann Otto

  10. Offene Türen eingerannt. Für mich – Vater von vier Töchtern – längst überfällig.Dass unsere Gesellschaft immer älter wird und der Generationsvertrag nicht mehr funktioniert ist unter anderem die Folge solcher gesetzlicher Fehlgriffe. Hier bei uns in diesem schönen Land ist sowieso alles eng reglementiert, das müsen unsere Kinder früh genug lernen und in vielen Fällen ist das auch gut so. Ich glaube aber dass eine funktionierende Gesellschaft sehr gut mit Kinderlärm umgehen kann. Die Nerven, die Herr Otto anführt liegen wegen anderen Dingen blank und lassen sich auch nicht durch leise Kinder beruhigen.
    Unsere Mädels sind sehr lebhaft und mitunter auch ein wenig laut aber meine Nerven werden wesentlich stärker damit belastet die Kinder ruhig zu halten und ihren natürlichen Spiel- und Tobetrieb zu unterbinden als damit meinen älteren Mitbürgern klar zu machen dass sie selbst in ihrer Jugend WESENTLICH mehr Platz hatten irgendwo Krach zu machen wo es niemanden störte.

  11. Sehr geehrter Herr Geditz,

    das Gesetz ist, in diesem Ausmaß, sehr zu begrüßen. Einrichtungen, die Kinder beherbergen, dürfen in keinster Weise als Lärmfaktor angesehen werden, und schon gar nicht gehören diese Einrichtungen verklagt.
    An einem Ort, an dem mehrere Kinder spielen, möglichst in freier natur, soll bitte auch einmal geschrieen werden dürfen.

    Lieber Her Otto,

    ich sehe durchaus ein und kann nur unterstützend beipflichten, dass in der heutigen Gesellschaft zunehmend, und das ist durchaus beängstigend, untereinander mehr und mehr geschriehen wird. Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule haben die Aufgabe richtig zu vermitteln, wann geschriehen werden sollte und wann nicht. Ich bin ganz Ihrer Meinung, dass bei Unterhaltungen und im täglichen Umgang selbstverständlich nicht geschrieen werden soll. Auch bei uns wird nicht geschrieen und auch ich schreie vor der Klasse so gut wie nie.

    Das Gesetz jedoch zielt einzig und allein darauf ab, dass Einrichtungen, welche Kinder beherbergen nicht wegen Ruhestörung verklagt werden dürfen, damit die freundliche Dame von nebenan auch nach der Mittagsruhe, denn die wird durchaus auch von Kindertagesstätten eingehalten, ohne Kinderlärm Ihren Kaffee trinken kann. Ich bin doch sehr der Meinung, dass dann doch freundlichst die Dame umziehen sollte und nicht etwa eine ganze KiTa.
    Dieses zu erreichen ermöglicht nun dieses Gesetz.

    Ich denke nicht, dass das geset etwas damit zu tun hat und ändert, wie Kinder miteinander umgehen, sondern vielmehr, welche Rechte sie sich einklagen müssen, bevor sie Ihnen jemand schon vorher wegnimmt.
    Nur nebenbei und abschließend angemerkt, stellt sich das achso schreckliche Schreien ganz anders dar. Stellt man sich an einen Kindergarten und hört den Kindern zu, kann man lautes Lachen und Kindertoben hören. Ich sehe und höre nicht, dass sich Kinder anschreien, außer es streiten sich einmal zwei von Ihnen, was nebenbei auch zur Sozialisation eines jeden menschen gehört. Das Toben und Lachen, welches in vollem Umfang ebenfalls dazugehört, wird von uns Erwachsenen aber sehr gern unter dem Oberbegriff „Schreien“ benutzt. Diesen Aspekt sehe ich wesentlich bedenklicher an.

    Freundliche Grüße

    Ihr Roberto Grebarsche

  12. Ich wohne in einem 6-Parteien Block. 2-Parteien haben davon Kinder. Manchmal ist es ein bischen Stressig- wenn nach 22″-Uhr die Kinder noch schreien!(Und man muß am nächsten Tag früh raus.) Aber eine Jugendherberge ohne Kindergeschrei- es wär zu langweilig und zu ruhig! Ich selbst habe keine Kinder!

  13. Unsere Bevölkerung wird immer kränker und das auch darum, weil wir uns von Kindesbeinen ab, zu wenig bewegen. Aber Spiel und Bewegung erzeugt Geräusche (Lärm= negatives Geräusch). Wollen wir nicht immer wieder mehr Bewegung, aber dann muss die Bevölkerung auch dafür bereit sein Geräusche zu akzeptieren. Vielleicht ist es auch ein Umdenken von allen, eine Geräuschkulisse vom negativen Lärm zu bewegendem Kinderlachen als toll und schön, als Zukunftsmusik wahrzunehmen.
    Wer Ruhe will, sollte sich einen großen Anteil an Ohropax zulegen.

    Viele Grüße
    Jacqueline

  14. Guten Morgen,

    wir haben drei Kinder – und oft denke ich, daß Hunde in unserer Gesellschaft akzeptierter sind als Kinder!

    Ich begrüße das neue Gesetz daher. In einer Gesellschaft die immer älter wird, sind Kinder und Jugendliche unsere einzige nachwachsende „Resource“ und die benötigt ausreichend Raum zum wachsen, entwickeln und gedeihen. Eben auch Raum zum Toben, Bewegen, Lachen und Spielen. Und natürlich müssen auch Kinder lernen, die Grenzen anderer Menschen zu respektieren und Rücksicht zu nehmen – aber doch bitte altersadequat.

    Wir leben auf dem Land, unsere Kinder haben diese Freiräume Gott sei Dank. Aber sie sollten für alle Kinder ein Grundrecht darstellen.

    Viele Grüße

  15. Kinder sollen nach wie vor „als Erwachsene geboren“ sein. Wir alle waren einmal Kinder und haben „Lärm“ verursacht. Ich glaube, das ist ein altes Problem für Deutschland. Aus diesem Grunde sind wir mit unseren Kindern in südliche Länder in Urlaub gefahren, damit wir als Eltern keinen Ärger bekommen, wenn unsere Kinder laut waren.
    Allerdings muss ich leider anmerken, daß viele junge Mütter (Alter zwischen 30 und 40 und antiautoritäter Erziehung selbst) nicht in der Lage sind, Ihre Kinder auch nur 1 Minute zur Ruhe zu erziehen. Das haben sie selbst nicht gelernt und können dies auch leider nicht weitergeben. Da Wird dann auch Kinderlärm für mich und Andere ein Problem.
    Ich habe jedoch festgestellt, daß die Kinder in den Jugendherbergen sich wohl zu benehmen wissen und es auch kennen, wenn Erwachsene mal um Ruhe bitten. Aber die Eltern kümmern sich darum und diese Kinder waren noch nie ein Problem für mich.
    P.S. Ich habe jährlich zwischen 50 und 100 Übernachtungen in deutschen Jugendherbergen

  16. Die gesetzlichen Regelungen waren längst überfällig, obwohl dem Grund nach selbstverständlich
    Meine Erfahrungen in Deutschland sind erschreckend!
    Kinder scheinen überall nur zu „stören“, ob im Restaurant , in Schwimmbädern oder auf öffentlichen Wegen….
    Ganz anders sind da meine Erfahrungen im Ausland: Frankreich, Österreich, Schweiz usw.
    Zum Glück gibt es noch Schulen, die Kinder tatsächlich begleiten und nicht nur Wissensstoff „einbläuen“.
    Offensichtlich lässt das Gedächtnis im Alter nach und das Kurzzeitgedächtnis scheint übermächtig zu werden, sonst würden die 55+ ler sich manchmal anders verhalten.
    In meiner Heimatgemeinde gibt es unzählige Angebote für Senioren, aber nur vereinzelt etwas für die Jugendlichen.
    Es ist nicht damit getan, Jugendlichen einen mehr oder weniger attraktiven Clubraum anzubieten, sie ansonsten aber mit Zigaretten und Alkohol sich selbst zu überlassen.

  17. Wir haben drei Kinder und wohnen in der Großstadt. Probleme, dass unsere Kinder nicht akzeptiert würden, hatten wir kaum bis nie. Ich erinnere mich aber an einen Ausflug in eine nahe Ausflugsstadt: Wir betraten ein Kaufhaus; damals waren unsere Kinder noch klein, eins saß im Kinderwagen. Eine junge stylische Frau schaute uns abschätzig an und sagte: „Sowas muss heute ja nicht mehr sein.“ – Ich habe erst gar nicht verstanden, was sie meinte, und erst später begriffen. Aber das war ein Einzelfall.
    Schwieriger ist es, Verständnis zu finden, wenn man durch die drei Kinder terminlich nicht so flexibel ist. Die meisten Familien haben weniger Kinder, viele nur ein einziges. Dass das sehr viel weniger Arbeit bedeutet, ist den wenigsten klar. Ich habe es daher häufiger bemerkt, dass ich in Elternversammlungen usw. „schräg“ angeschaut werde, weil ich nicht zu jedem Elternstammtisch kommen kann, jeden Treff mitmache. Dass gleichzeitig für mich so manches Andere anliegt, ist für viele nicht vorstellbar.
    Unser Freundeskreis ist interessanterweise auch durch Paare mit mehreren Kindern bestimmt. Unsere Geschwister haben auch viele Kinder; wenn es Treffen der „Großfamilie“ gibt, sind -zig Kinder da, und es ist Leben in der Bude.
    Daher genieße ich es in Jugendherbergen: Dort sind viele Kinder, oft kinderreiche Familien. Kinderlärm stört mich nicht. Ich mag die Unkompliziertheit.

  18. Die Akzeptanz von Kinderlärm ist oft sehr unterschiedlich. Hat man selbst Kinder sieht man das großzügiger, hat man keine, sieht es oft anders aus. Oft wird auch de Lärm der eigenen Kinder eher toleriert als der zum Beispiel der Nachbarkinder.
    Klagen gegen Kinderlärm sollen künftig schwerer werden. Demnach soll Lärm von Kindertageseinrichtungen und Spielplätzen nicht mehr als umweltschädlich gelten. Dafür will die Koalition nun offenbar das Immissionsschutzgesetz ändern.

  19. Unsere Kinder sind jetzt 13 und 15 Jahre alt. Nach unserer Erfahrung sind ganz kleine Kinder 0-2 gerne gesehen, Kinder von 3-ca12-13 werden in unsere Gesellschaft eher als lästig angesehen.
    Wir haben das Glück das wir in einer EV Kirchengemeinde aufgnommen wurden und ziemlich von Anfang an zu 100% aktzeptiert wurden. Wir wie unsere Kinder welche dort als Mensch und nicht als lästiges Kind behandelt werden sondern ernst genommen sowie in alles integriert werden fühlen uns dort sehr wohl.
    Diese Kirchengemeinde macht auch sehr viel Kinderarbeit, wie Ferienprogramme, Kinderzelten, Jugendzelten, Jugenfreizeiten zbs. in Schweden, Segeltörns für Jugendliche in Holland. Auch in der Schulzeit kommt keiner zu kurz, es wird jeden Tag etwas anderes angeboten wie
    Gruppenstunde für Mädchen, Jungs, Schlittschuhlaufen, Klettern ect.
    Des weitern besuchen wir seit 9 Jahren wenn es uns finanziell möglich ist 1 bis 2 mal im Jahr eine Jugendherberge in welchen auch unsere Kinder egal wie alt immer willkommen waren und sind.
    Solche Organisationen mit so tollen freundlichen Menschen müsste es viel mehr geben und das Leben wären noch lebenswerter.

    Viele lieben Grüßen
    sendet
    Familie Häuser

  20. Hallo und guten Morgen,

    wir wohnen auf dem Land, bisher gehören Kinder-mit der dazugehörenden „Lärm“entwicklung- zu unserer Freude mit zu unserem Alltag. Negative Erfahrungen so gut wie 0.0
    Mit freundlichen Grüßen
    Walter Pontzen

  21. Als Vorsitzender des IVU e.V. habe ich bedingt durch meine dortige Arbeit täglöich mit z.T. sehr schwer erkrankten Kindern zu tun, die allesamt schon mehrfach in ihrem erst kurzen Leben schon in speziellen Umweltkliniken verbringen mussten. Mich freut es einfach immer wieder, wenn ich dort vorbeischaue und mit ansehen kann, wie fröhlich diese Kinder trotz ihrer sehr schweren Erkrankungen sind. Daher kann ich nicht verstehen, wie mann sich durch Kinderlachen oder auch lärmen (was ja und für sich auch ein Ausdruck von Lebensfreude sein kann) gstört fühlen kann. Dann sollte man auch Zuschauer aus den Fussballstadien rauslassen, die machen mehr Lärm!

    In meinem persönlichen Umfeld dürfen die Kinder noch rumspielen, auch mal rumtoben und auch mal laut sein. Aber immer wieder stelle ich auch fest, dass die sich auch freuen, wenn sie so spielen dürfen und es gibt für mich nichts schöneres als ein dankbares Kinderlächeln.

  22. ich weis nicht warum so eine Aufregung wegen Kinderlärm gemacht wird

    es ist doch schon seit Jahren der Fall das wenn einpaar mit Kindern eine

    Wohnung sucht keine bekommt wennein paar hingegen fünf Hunde sein

    eigen nennt spätestens innerhalb kürzester zeit eine Zugespochen

    bekommt wenn einpaar mit Kindern essen geht die Kinder als letzter ihr

    essen bekommen wenn ein paar mit Kindern in ein Kaufhaus geht diese

    geschupst und getreten werden wir in Rheinlandpfalz haben den vorteil

    unsere Naturfreundhäuser wo die Kinder spielen dürfen beim warten auf

    ihr essen alle amerikanischen Lokalgruppen haben spielecke wir haben

    bei uns in speyer ein Bäckerimbiss de rbietet jeden Tag Frühstück die

    besitzen eine Malecke damit die Muttis oder Papis frühstücken können

    ohne immer pssst zusagen aber auch da habe ich schon feststellen

    müssen das die Tierbesitzer schondoof gucken ein Hund bekommt eine

    schale Wasser ein Kind mus warten bis es etwas bekommt ich bin kein

    tierhasser aber es ist in Deutschland schwer ein Kind zu sein spätestens

    bei dieserBestimmung sollte man sich überlegen was man werden wollte

    Mensch oder Tier in unserer Gesellschaft

    es wird auch irgendwann eine Kindersteuer kommen

  23. ich sehe immer wieder, dass aeltere Menschen sich ueber Kinder aufregen. Das war in meiner Jugend so und ist immer noch der Fall. Da hat sich nichts geaendert. Heute sehe ich das Thema aus der Sicht des Erwachsenen und bin traurig, dass Kinder immer weniger Platz zum Spielen haben in Staedten. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht mehr spielen wollen. Es ist wichtig, dass sie sich bewegen und ihren Spieltrieb ausleben koennen und duerfen.
    Wir waren alle einmal jung. Es ist wichtig, sich daran zu errinnern und sich an den Kindern zu erfreuen.
    Auf der einen Seite brauchen wir die Kinder, sie sind unsere Zukunft. Auf der anderen Seite sind sie uns laestig und kosten viel Zeit um erwachsen zu werden. Das Entscheidende ist doch, dass Kinder nicht kleine Erwachsene sind und sich darum auch nicht erwachsen verhalten muessen.

  24. Ich erlebe immer wieder das Kinder, darunter auch meine Enkeltöchter und ihre Freundinnen überall stören. Es sind aufgeschlossen und nette Kinder. Deshalb fahren wir am liebsten in Jugendherbergen. Da können die Kinder noch Kind sein. Heute ist man besser ein Tier als ein Kind.
    Gruß Brunhilde Lohr

  25. ich muss ganz ehrlich sagen wir genießen es immer wieder das die kinder inden jugendherbergen noch ihre kindheit so richtig ausleben dürfen

    in einigen restaurnts oder oft an anderen orten wird man ja schon schreck angesehen wenn die kinder mal lachen noch schlimmer stelle ich es mir vor würde mal ein glas umfallen.ich glaube manche vergessen einfach wie schön die kindheit sein sollte –so richtig mit spielen.lachen und toben.Was gibt das nur für menschen wenn sie sich nicht auch ab und zu entfallten können.

    mfg
    h. kämmerling

  26. Da in Deutschland alles „gerichtsfest“ sein muß, weil dank der Macht der Juristen nichts selbstverständlich ist und der „gesunde Menschenverstand“ weder definierbar ist noch bei Richtern und Anwälten vorausgesetzt werden kann, ist so ein Gesetzespassus hier lange überfällig, damit es eben nicht zu solchen Aufregern wie um die Jugendherberge Bad Kreuznach kommen kann.

    Gruß Ingo Molthan

  27. Akzeptanz von Kindern ist für mich kein Thema.
    Ich respektiere die kleinen heranwachsenden Persönlichkeiten.
    Wie anders als im Spiel können sich die Kinder erproben, Verhaltensweisen, auch Rücksichtnahmen spielerisch erlernen.
    Herumtoben, auch wenn es lautstark wird, gehört zum gesunden Aufwachsen von Kindern.
    Sich über Lärm von Kindern zu beschweren zeugt von Engstirnigkeit und Egoismus. Schlimm genug, dass erst ein Gesetz auf den Weg gebracht werden muss.
    Auf der Geburtstagsfeier unseres Enkels wurde bestimmt nicht geflüstert. Die Nachbarn waren informiert und wir hatten viel Spass miteinander.

  28. Sie sprechen die in einzelnen Bundesländern anlaufenden Gesetzesinitia –
    tiven zur Änderung des bisherigen Gesetzeslage an.
    Das war und bleibt dringend notwendig, weil die „Lebensäußerungen“ unserer Kinder kein Lärm und damit auch nicht störend sein können.

    Mit Blick auf die Vergangenheit ist nur bedauerlich, dass viele Gerichte der an sich menschenfeindlichen Haltung einiger Weniger Vorrang vor dem Gemeinwesen (Kindergärten, Sport- und Spielplätze) gaben. Fast unverständlich, dass Richter als gebildete und studierte Menschen in gesellschaftlicher Verantwortung derartig technokratische Entschei-dungen in Gang gebracht haben.
    Die Erfahrung hat leider auch gezeigt, dass die Klägerschaft häufig aus dem Bereich des öffentlichen Dienstes (Lehrer, Pädagogen, Polizisten) stammte, einer Berufssparte, die am Wohl der Gesellschaft ausgerichtet sein sollte.

    Ich hoffe, die neuen Gesetzesvorhaben zeigen langfristige Wirkung zu mehr Toleranz und Akzeptanz für die gesellschaftspolitisch noch nicht vertretene Gruppe der Kinder und Jugendlichen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Frangenberg
    Jugendamtsleiter a.D.

  29. Tja, da haben wir dann doch etwas andere Erfahrungen. Wir wohnen in einer Siedlung mit sechs Häusern und nur in unserem gibt es noch ein Kind im Spielalter. Mit vier der Nachbarn gibt es in dieser Beziehung überhaupt keine Probleme, aber einer, der schreit sogar ‚halt die Klappe‘, wenn unser Kind nur alleine spielt und dabei singt und erst recht, wenn sie mal, was schon wirklich äußerst selten vorkommt, eine Freundin zu Besuch hat. Wir erhalten sogar Briefe diesbezüglich, dass unsere Tochter sie mit Lärm belästigt, so dass ein geruhsamer Nachmittag nicht möglich seie – man bezeichnet das Spielen als Dauerlärm. Wie war das doch früher schön, als ich mit meinen zwei Geschwistern und den sechs Kindern in der näheren Nachbarschaft unbeschwert spielen konnte. Heutzutage ist Kinderlärm scheinbar überwiegend störend. Das beste Beispiel ist ja wohl auch die Vermietung ‚OHNE KINDER‘ ! Deutschland ist ein absolutes Entwicklungsland in dieser Richtung, so ein Fall wie oben geschildert, wäre z.B. in einem Land wie Griechenland undenkbar.

  30. Kinder machen Lärm, mal mehr mal weniger. Ich finde das vollkommen normal! Es gibt jedoch auch Unterschiede beim lauten Spiel: a) ein Spiel bei dem vor Langeweile gelärmt wird, und welches von den Erziehungsberechtigten nicht gelenkt wird, da es ihnen gleichgültig ist was die Kinder draußen tun
    b) Lärm der zum Spiel gehört
    (Ich hatte an meinem alten Wohnort die Gelegenheit zwischen beidem unterscheiden zu lernen.)
    Kinder benötigen Grenzen (in Grenzen) um sich entwickeln und wachsen zu können. Rücksichtnahme ist wichtig, muß aber auch erlernt werden.

    Ich wohne direkt neben einerf Jugendherberge, dort geht es schon mal hoch her, aber bis jetzt war es noch nie unangenehm laut!
    Die Gruppenleiter, Eltern kümmern sich um die Kinder und Jugendlichen und leiten sie dabei unauffällig zu einem „guten“ Spiel an.

    Spielplätze und Kindergärten gehören auch in Wohngebiete, wo sollen sie denn sonst hin, etwa ins Industriegebiet???
    Kinder sollten die Möglichkeit den Kindergarten und auch den Spielplatz selbständig erreichen können (je nach Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes).

    Wer von uns hat als Kind nicht gelärmt? Ich habe es mit Sicherheit gemacht, z.B. mit Flummi in der Mietswohnung, mit lautem Rufen beim Rollschuhlaufen usw.

    Kerstin Höhle

  31. Also, seien wir doch mal ehrlich: Wer mag es schon, unaufgefordert mit Geräuschen, die anderen gefallen mögen, gleich welcher Art, überrascht oder gar dauerbeschallt zu werden? Wenn die Kids aber schon lernen, dass z.B. in nahezu in jedem Restaurant automatisch eine Musik anspringt, die man gar nicht will, sobald man zur Türe hereinkommt, dass ungewollte dumm-dumm-Beschallung ständig irgendwo lauert , wie sollen sie dann auf die Idee kommen, sich ruhig zu verhalten? Kann man kaum verlangen. Sollte man doch eher andere ständige Lärmquellen verbieten; dann wären wir vielleicht toleranter gegenüber ein bisschen Kindergeschrei.

    Wir haben früher auch Krach gemacht, sind aber in Schranken verwiesen worden.
    Ich fürchte nur, dass ein solches Gesetzesvorhaben Eltern bzw. Erziehern einen Freibrief erteilt, gar nicht mehr einschreiten zu müssen, wenn ein gewisses Mass überschritten wird. Manche sind schon jetzt zu bequem. Es hat wohl noch keinem Kind geschadet, ihm nachhaltig mitzuteilen, dass es nicht alleine auf der Welt ist und dass die Anderen eine Schmerzgrenze haben. Das erlebe ich leider höchst selten.

    Andersrum muss man nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen, wenn’s hin und wieder mal ein bisschen tobt. Aber muss man denn (in diesem unserm Land) alles gleich mit Gesetzen regeln? Der Streit wird trotzdem weitergehen, und die Anwälte freuen sich.
    Es gibt ja auch Dezibel-Grenzen für lokale Musikgrossveranstaltungen , die unsere lauen Sommernächte über Ortschaften hinweg beschallen, dass die Gläser auf der Terrasse klirren. Das nützt auch nichts.
    Was ist dagegen ein bisschen Kindergeschrei?

  32. Die Tatsache dass Kinder (meist von Menschen, die „bewusst“ keine haben), als Bedrohung ihres Wohlbefindens angesehen werden könnten, ist mir so fremd dass ich erstmal wieder Gewahr werden musste, dass ich nicht in der Heimat wohne und lebe sondern sie nur „lese“.Leserbriefe in der „HNA“ (Hessisch-Niedersächs.Allg) oder ihr Bericht ueber Anwohner-Klage haben bei mir tiefes Gruebeln ausgelöst. Störung: von einem Kind unaufgefordert „bekrabbelt“ zu werden bei einem Cafe´-Besuch. Lärm: tobende Kinder als Gäste einer JH.
    Wo auf der Welt sonst regt man sich darueber auf? Wenn DAS unsere Probleme sind-dann haben wir Deutsche wirklich ein PROBLEM.
    Ich meine aber das es mit dem vordergruendigen Toleranz-Begriff nicht allein abgetan ist. Es scheint mir eher, viele möchten nicht mehr „angeruehrt“ sein vom Leben was da nachwächst weil sie sich auf erschreckende Weise selbst genug sind. Das ist kein Egoismus, denn der hat auch gesunde Zuege; das ist etwas anderes was wir bei E. Fromm und anderen als dem Nicht-Lebendigem zugehörig wiederfinden („Nekrophilie“).
    Ich kann nach wie vor den Jugendherbergs-Ausweis + eine Bahn-Card als gute Therapie empfehlen. Nicht dass ich nicht auch schon MAL ueber „Spätheimkehrer“ auf dem JH-Flur hätte stöhnen duerfen, oder „Verspätung“ auf der Fahrt -aber „das gehört dazu“: sonst hätte man all die wunderbaren Erfahrungen um spontane Hilfeleistungen + herrliche Menschen nicht, die unser Land so reich machen. Und unsere Kinder, die die ganze Aufregung um sie; „ungeliebte Mitbuerger“ hie, „hochbegabte Zauberwesen“ da-sowieso nicht ernst nehmen können. Wie kann man Erwachsene, die sich so zu ihnen verhalten, ueberhaupt ernstnehmen??

  33. ““Zukunftsmusik””

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    diese „Problematik“ sollte sehr differenziert betrachtet / bewertet werden. Grundsätzlich bin ich auch dafür, dass Kinder sich austoben können und sollen. Allerdings nicht unter der Vernachlässig berechtigter Interessen / der Lebensqualität Dritter.

    Ein Beispiel: – Eine Grundschule die schon seit mehr als 50 Jahren besteht erweitert Ihr Angebot um eine sogenannte „Coop“ – eine Betreuung der Schüler bis zum frühen Abend. Verbunden mit dieser Einrichtung ist der Tatbestand, dass der von den Anwohnern bisher akzeptierte „Lärm“ der von den Kindern bis kurz nach Mittag ausging, nun bis zum frühen Abend gegeben ist. Hier ist zu hinterfragen, sind auch solche Gegebenheiten / Belästigungen / Einschränkungen der Mitbürger ohne weiteres hinzunehmen / zu akzeptieren oder steht das Gemeinwohl oder auch nur die Interessen Einzelner hier zurück?

  34. Für mich gehören Kinder immer dazu, sie sind unsere Zukunft. Kinder brauchen Raum, Zuwendung und Zeit , leider sind die „Erwachsenen“ meist mit sich selbst beschäftigt. Kinder müssen sich dem Erwachsenenalltag anpassen, möglichst pflegeleicht sein, gut in der Schule, intelligent und……wo bleibt da der Freiraum für eine kindgerechte Entwicklung, spielend zu Lernen und unsere Welt freudig und offen zu erkunden?
    In den meisten Jugendherbergen habe ich Kinderfreundlichkeit erlebt, ein Lichtblick!

  35. Grundsätzlich ist gegen spielende Kinder nichts einzuwenden, schließlich haben wir ja alle mal dieses Stadium durchlaufen, in dem wir alles um uns herum vergessen haben und wir lauthals die Glückseligkeit des Spiels mit Gleichaltrigen in die Welt hinaus schrien. So weit so gut. Problematisch wird es dann, wenn ganz offensichtlich Eltern oder sonstige Betreuer zu faul und/oder geistig zu minderbemittelt sind, um den Tatendrang der von ihnen Betreuten in kreative Kanäle zu lenken. Wir haben selbst Jugendherbergsausweise und nutzen diese – an sich sinnvollen – Einrichtungen auch manchmal, um eine unkompliziert buchbare Unterkunft zu haben, wenn wir mal irgendwo über’s Wochenende wandern gehen wollen. Inzwischen zieht es uns aber immer mehr zu den privaten Anbietern von B & B, nicht nur, weil die JuHe’n finanziell auch nicht mehr zu den günstigsten gehören, sondern weil man da in der Regel auch ohne Oropax schlafen kann. Wir haben bei unseren zahlreichen Besuchen in JuHe’n in zunehmendem Maße feststellen müssen, dass diese, trotz der zeitgemäßen Sanierungsmaßnahmen, immer mehr zu Stätten zu verkommen scheinen, in die man Kinder und Jugendliche auslagert, wenn man mal zu Hause seine Ruhe haben will. Und viele HerbergsleiterInnen scheinen überfordert zu sein mit der Durchsetzung des klaren Gebots, dass ab einer bestimmten Zeit die Nachtruhe einzuhalten ist. Das hat wohl auch mit ökonomischen Überlegungen zu tun. Wenn ich als Einzelreisender eine Beschwerde vorbringe, weil sich der Jugendmusikclub Westniedermakelsdorf n. e. V. nachts zudröhnt, überlegt sich der Herbergsleiter sicher dreimal, ob er die Beschwerde weiterverfolgt – er könnte ja den ganzen Club als Kunden verlieren, weil diese beim nächsten Mal – erbost über die Zurechtweisung – woanders buchen könnten. Das ist keine Phantasie, sondern Fakt, weil schon erlebt! Ich denke, auch in JuHe’n ist Zusammenleben verschiedener Generationen möglich und wenn das einige nicht kapieren, dann ist die Herbergsleitung gefordert und zwar gleich! Leider scheint das in den Leiterseminaren nicht vermittelt zu werden. Spielen und kreativ sich beschäftigen – JA. Sinnloser Lärm – NEIN DANKE (egal wo!)

  36. In unserer Sackgasse in der Kleinstadt sind Kinder herzlich willkommen, da sind wir Anwohner uns einig. Und wenn das eine oder andere Haus frei wurde, weil Opa oder Oma starben, wurde an Familien mit Kindern verkauft oder vermietet. Es ist schön, in einer Sackgasse auf der Straße Federball oder Völkerball spielen zu können, auch für Erwachsene. Kinder kommen gerne von den Parallelstraßen dazu. Die beiden alten Ekel, die wir in den 70ern und 80ern hatten, die Kinder ausschimpften und den Ball kassierten, wenn er über die hohe Hecke geflogen war, sind nun schon eine Weile nicht mehr.
    Unser ev. Kindergarten ist gut gelegen, hat ein großes Grundstück, das einerseits an einen kleinen Park und auf der anderen Seite an eine kleine Grundschule grenzt, die leider aufgegeben wurde. Es gibt nur zwei angrenzende alte Villen. Mit dem katholischen Kindergarten zwischen Kirche und Pfadfinder-Vereinshaus verhält es sich ähnlich. Hier gibt es nie Ärger. Überhaupt sind die meisten unserer Schulen und Kindergärten grün umrandet und haben nur wenige direkte Anwohner.
    Vielleicht rührt der Ärger der letzten Jahre hauptsächlich von schlechter Bebauungs-Planung …
    Ich denke, es ist wichtig, Städte und Innenstädte nicht dicht-gepackt zuzubauen, sondern Flächen zu lassen.

  37. Liebe Leser!
    Auch ich bin dafür, dass sich Kinder austoben können. Allerdings wird in unserer heutigen Gesellschaft das Austoben unter verschiedenen Gesichtspunkten gesehen. Kinder brauchen genauso wie das Austoben auch Grenzen. Und diese werden mittlerweile nicht mehr durch die Eltern gesetzt. Jeder hat eine andere Sichtweise und meint Kinder entdecken ihre Grenzen selbst. Letzt endlich erziehen wir uns unsere eigenen Tyrannen groß. Und eins möchte ich an dieser Stelle auch mal loswerden. Wir Eltern sind schuld daran, dass unsere Kinder Ihre Grenzen nicht mehr kennen. Der Kindergarten und die Schule werden mittlerweile als Erziehungsanstalt unserer Kinder gesehen. Dabei geht Erziehung im Elternhaus los. Dies bedeutet für uns aber auch, dass wir uns kümmern müssen. Denn so lange unsere Kinder klein sind, ist das Ganze kein Problem, aber mit zunehmendem Alter häufen sich dadurch die Probleme.
    Bestes Beispiel konnte man am Wochenende auf zahlreichen Umzügen im Karneval sehen. Gerade mal 13 – 15 jährige sind bereits am frühen Nachmittag so besoffen, dass sie sich mit Mühe und Not aufrecht halten können.
    Deshalb: Kinder sollen Lärmen, Toben, Herumtollen und Spaß haben. Aber, wenn das Kommando kommt, es reicht; dann soll auch daraufhin
    gewirkt werden, dass es gut ist.
    Denn alles was Kinder im Kindesalter erlernen, weist den Weg in der Zukunft. Und die ist heute schwere denn je!!!
    Manchmal frage ich mich deshalb, ging es uns früher (1970 ff.) denn so schlecht?

  38. Wenn ich Kinderlärm nicht mehr ertragen kann, werde ich mich nach einem Platz im Altenheim umsehen.
    Kinder sind, wenn sie ein wenig erzogen sind, einfühlsam und auch rücksichtsvoll. Sollte das anders sein, kann man gerne den Grund suchen. Er wird nur leider meistens nicht in den Kindern selbst liegen.

  39. Ich finde auch, dass Kinderlärm Zukunftsmusik ist. Zu ihrer Entfaltung brauchen Kinder Plätze zum Toben.
    Alle Erwachsenen sollten daran denken, dass die Kinder von heute die Arzte, Krankenpfleger, Anwälte und Politiker von morgen sind.
    Bemerken möchte ich noch, dass nicht alle Erziehungsarbeit auf die Eltern
    abgeschoben werden sollte bzw. schlecht über Eltern geredet wird.
    Jede/r kann mithelfen, dass „gute“ Menschen heranwachsen. Dazu gehört allerdings nicht nur Kritik sondern auch Hilfe.

  40. Sehr geehrter Herr Geditz!

    Danke für den Mut und die Zivilcourage zur eindeutig
    positiven Stellungnahme zu dem unpopulären Thema
    unserer Gesellschaft! Weiter so!

    Mit kinderfreundlichen Grüßen

    Norbert Menzel,
    Dipl.-Finanzwirt

  41. Meine Friseuse im Friseursalon hat sich über meinen 2jährigen Sohn beschwert. Er wäre zu laut beim Spielen.

    Der Friseursalon liegt an einer starkbefahrenen Straße in der Stadt und das Radio dudelt den ganzen Tag.

    ?! Kinderstimmen / Kinderlärm ist wohl unnatürlich !?

    Den Friseur habe ich nie wieder aufgesucht.

  42. Kinderlärm ist unumgänglich und stört mich grundsätzlich nicht, unsere beiden Kinder haben auch Lärm gemacht und wir hatten immer sehr tolerante Nachbarn. Allerdings müssen wir als Eltern auch mal regulierend eingreifen und Einhalt gebieten, wenn andere zu sehr gestört werden und deshalb kann ich nicht akzeptieren, wenn Eltern sich null um ihre Sprösslinge kümmern. Auch Kinder müssen lernen in einer Gemeinschaft zu leben und das funktioniert nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz! Schade, dass es dafür Gesetze braucht!

  43. Wir selbst haben 4 Mädels.Seit 6 Jahren haben wir das Glück in einem großem Haus direkt am Feldrand zu wohnen.Um uns rum wohnen Menschen, die riesige Gärten haben ,und damit genug Abstand zu unserem Grundstück.Seit dem lebt es sich sehr entspannt mit Kindern.

    Davor haben wir sehr viele negative Erfahrung mit Nachbarn und Bewohner im Mehrfamilienhaus gemacht. Das ging soweit, dass ich gebeten wurde meinem 3 jährigem Kind den Mund zu verbieten, morgens um 7Uhr. Da Wochenende sei und der Bewohner über uns ausschlafen wollte. Auch mittags durften die Kinder erst ab 14Uhr in den Garten,da man sie rollern hörte.Aber er konnte ab 13Uhr Rasen mähen,obwohl das auch zur Lärmbelästigung gehörte.Und beim Mittagsschlaf der Kleinen gestört hat.Aber das hat Ihn nicht interessiert!
    Auch seinen Kampfhund mußten wir tolerieren,den „der tut doch niemanden was“.Kinder haben in unserer Gesellschaft noch keinen hohen Stellenwert!

    Grüße!

    Monika

  44. Wir haben 3 Kinder und 3 Enkelkinder. Wenn diese uns besuchen ist „Leben in der Bude“. Da haben wir gemeinsam viel Spaß – man fühlt sich wieder jung. Mit meinen 67 Jahren bin ich immer wieder froh, wenn ich auf meinen ausgedehnten Radtouren in einer JH Aufnahme finde. Das bunte Treiben und die Akzeptanz der jungen Leute fasziniert mich immer wieder.
    Eine Gesellschaft, die sich an Kinderlärm stört, stirbt.

    Gruß

    Wilfried

  45. Hallo,
    meiner Meinung nach sind tobende Kinder kein negativer Lärmfaktor wie z. B. Flugzeuglärm, Straßenlärm, Maschinenlärm etc. Laut Spielen und Singen und auch Schreien dürfen Kinder schon. Dies gehört zum Kind-Sein.
    Kinder sind sehr wertvoll und wichtig für die gesamte Gesellschaft. Durch Kinder besteht die Gesellschaft fort. Sie wird durch die Kinder bereichert. Allerdings sollen auch Kinder ihre Grenzen kennenlernen. Schon früh isollte man ihnen ihre Verantwortung und Bedeutung in der Gesellschaft aufzeigen.
    Ich selbst habe keine Kinder, freue mich aber immer, wenn ich mit Kindern zusammen sein darf. Kinder sind unsere Zukunft.
    Freundliche Grüße
    Ruth Hollinger

  46. Bei uns auf dem Lande hier in Ostfriesland haben wir weniger Probleme
    mit Kinderlärm.
    Wir betreiben einen Pfadfinderhof mit Zeltmöglichkeit für bis zu 400 Teilnehmern, überwiegend Kinder und Jugendliche mit ihren Leitern.
    Das dort gesungen, gespielt und auch mal getobt wird ist normal und stört weiter nicht und Niemandem. So weit so gut.

    Nicht akzeptiert werden kann, und daran haben die Kinder keine Schuld, wenn die Gruppe der Leiter meint, auch bei Zeltlagern nicht ohne laute Musik auskommen zu können. Von morgens um 7.00 h manchmal bis tief in die Nacht geht dann die „Wumme“.

    Leider sind einige Jugendgruppen uneinsichtig, geben dann dem
    Zeltplatz die Schuld, dass sich Nachbarn über den Lärm beschweren.

    Viele Grüße
    Renke Sierfken

  47. Hallo Leute ,
    ich finde es sehr sehr traurig , dass in unserer Gesellschaft Kinder so gut wie unerwünscht sind.
    Bei der Wohnungssuche sind Hunde eher gefragt als ein Kind.
    Wenn du auf der Arbeit erwähnst das du Schwanger bist, wirst du nur noch schief angeschaut, seht her so traurig ist unser Deutschland.
    unsere Kinder sind unsere Zukunft ;
    diese Wesen entstanden nur durch menschliche Liebe;
    sie zahlen später in unsere Rentenkasse ein, wenn wir mal dafür zu alt sind und aus dieser Rentenkasse unsere Rente beziehen.
    Wir wohnen in einer Wohnsiedlung mit Ausnahme von vielen Kinder und finde es erfreut wenn sie „draussen spielen „.
    Ich habe leider nur 2 Kinder bekommen und hätte gerne mehr gehabt.
    Dafür setze ich mich aktiv für Kinder ein und trainiere sie beim Turnen, das sie fit und gesund bleiben.
    Diese kinderlärmempfindliche Menschen sollten sich selber mal an die Nase fassen und überlegen, dass sie auch mal KINDER waren.
    Mit freundlichen Grüssen
    Renate

    (Kinderpflegerin und Trainerin im Breitsport )

  48. Hallo JH

    wir haben ein Haus direkt neben der Grundschule, der Sporthalle und des Spielplatzes-übrigens der einzige für unseren Stadteil mit 5120 Einwohnern- , über den anfallenden Lärm von Kindern haben wir uns nie beschwert. Im übrigen haben wir selbst vier Kinder. Allerdings hat unser ehemaliger Ortsvorsteher vor zweieinhalb Jahren in Übereinstimmung des gesamten Ortsbeirates und in engster Zusammenarbeit mit dem örtlichen Fußballverein und der kath. Kirche, die völlig „uneigennützig“ das Gelände zu Verfügung stellte, direkt hinter unser Haus einen DFB-Minifußballplatz platziert, ohne irgend einen der Anwohner vorher zu informieren. Unser Garten liegt genau in Ausrichtung eines der beiden Fußballtore, somit also in der Einflugschneise. Was wir in diesen letzten Jahren durch das ständige Donnern des Balls an die Bande an Lärm ertragen mussten, ganz abgesehen von den Unannehmlichkeiten der Jugendlichen, die in unseren Gartzen eindrangen um den Ball zu holen-da wurde schon mal der Zaun niedergerissen oder aufgeschnitten- und von den Drohungen, die uns entgegengebracht wurden, das möchte ich keinem zumuten. Das ganze Projekt steht unter der Obhut des Jugendamtes. Wer nur einmal in die Mühlen der Verwaltung geraten ist, der kann sich vielleicht ein wenig vorstellen, welchen Kampf wir führen, um wieder halbwegs normal auf unserem Grundstück leben zu können. Und wer übernimmt die Verantwortung für die Regelung des DFB-Minifelds. Das Jugendamt bemüht sich, will aber eigentlich nichts damit zu tun haben. Unser ehemaliger Ortsvorsteher will jetzt in den Landtag einmarschieren. Der Fußballverein wäscht seine Hände in Unschuld, wie die Kirche natürlich auch. Damit hat sie ja auch so ihre jahrhundertlange Erfahrung.
    Ich muss sagen, dass ich wirklich empfindlicher gegen Lärm geworden bin, auch was das Spielen von Kindern angeht. Will es mir jemand verdenken? Und dabei liebe ich Fußball.

  49. Ich kenne kaum jemanden, der wirklich etwas gegen Kinder“lärm“ einzuwenden hat, im Gegenteil beginnen die Leute zu lächeln. Zugegebenermaßen wohnen wir aber in einem sehr familienfreundlichen Stadtteil mit fast ausschließlich „abstämmiger“ deutschsprachiger Bevölkerung.
    Ich kenne Berichte von Vierteln und Wohnsilos, in welchem sich ältere Mitbürger, die keine Chance haben auszuwichen über einen ganz anderen Lautstärkepegel, aggressives Verhalten und regelrechte Schickernierereien vor allem muslimischer Jugendlicher – meines Erachtens zu recht – beschweren. Ich kann mir denken, daß diese Art des Lärmens bei vielen Einheimischen auf Ablehnung stößt, die Frage ist hier, wie man damit umgehen sollte. Glücklicherweise sind wir nicht in der Situation.

  50. Wir leben auf dem Land und in unserem Dorf gibt es sehr viele Kinder. Aber auch hier gibt es einige wenige die gegen spielende Kinder in der Straße etwas einzuwenden haben. Vor Jahren habe ich es in einer Pizzaria erlebt mit 3 Erwachsenen, 6 Kindern, relativ gut besucht, die Kinder in einem Spielhaus spielend, die Kellnerin unheimlich nett und fand die Kinder sind toll, leider zwei ältere Herrschaften am Nebentisch nicht. Nach mehreren abfälligen Äußerungen platzte mir der Kragen und ich fragte ganz direkt ob sie denn schon als Erwachsene auf die Welt gekommen wären?. Die Herrschaften sichtlich eingeschnappt, erklang es von Nebentisch, recht so. Kinder sind in unserer Gesellschaft nicht erwünscht was schon schlimm ist, aber es ein Unding Kinderlärm mit Flugzeugen oder sonstigem negativem Lärm gleichzusetzen. Ich frage mich dann nur, wer zahlt eigentlich diesen netten Zeitgenossen die Rente oder betreut sie im Alter!!!

    Viele Grüße

  51. Unlängst mußten wir erfahren, daß ein Nachbar der Jugendharberge Bad Kreuznach es durchgesetzt hat das „Lärmen“ der Kids auf dem anliegenden Sportplatz der JHB gerichtlich zu untersagen. Obwohl die Institution Jugendherberge bereit schon längst ansässig war als dieser Banause sein Grundstück erwarb und sein Haus baute.
    Ich hoffe, daß dieses Urteil revidiert wird und die Kids wieder den Sportplatz unumschränkt benutzen können und dürfen.
    Kinder sind Leben und Zukunft und diese Banausen, die meinen, daß Kinderlärm Krach, Radau und Schädigung sei sollten sich mal an die Nase fahren und ihre Jugend Revue passieren lassen. Vielleicht fällt ihnen dann ein, dass sie auch Fußball, Fangen, Räuber & Gandarm etc gespielt haben und dabei sicherlich nicht leise waren.
    Der Gesetzgeber scheint nun zur Vernunft gekommen zu sein. Hoffen wir, dass die Querulanten auch zur Vernunft kommen oder vom Gesetzgeber zurechtgerückt werden.
    In diesem Sinne viel Vergnügen und ein baldiges Wiedersehen in einer hoffentlich Kinderlärm durchfluteten Jugendherberge.

  52. Hallo – wir wohnen in einer kleineren Stadt mit ca. 46.000 Einwohnern in einer relativ strukturschwachen Stadt in der Westpfalz – allerdings mit vielen Freizeitmöglichkeiten für Kinder (die Stadt liegt mitten im Pfälzer Wald, in der Stadt gibt es mehrere Parks und relativ viele Spielplätze). Für Kinder ideal.
    Problematisch sah ich dagegen einen Aufenthalt in der Jugendherberge Mainz: meine 10jährige Tochter und ich wollten drei Tage in Mainz verbringen. Im Haus war eine Gruppe von Kindern/Jugendlichen mit Betreuern. Abends gegen 22 Uhr wurde die Gruppe „zu Bett“ geschickt. Die Betreuer wohnten nicht auf dem gleichen Flur – aber wir. Ab 22 Uhr begann eine regelrechte „Jagd“ auf dem Flur: Türen wurden geknallt, es wurde vor den Türen geschrieen, es wurde an die Zimmertüren gehämmert und auf dem Flur herumgerannt – bis 3.30 Uhr nachts – dann wurde es etwas leiser. Dafür ging einer der Betreuer morgens um 7 Uhr über den Flur und hämmerte an jede Tür um die Teilnehmer seiner Kirchengruppe zum Aufstehen zu bewegen. Anschließend ging das Verlassen der Räume mit großer Geräuschkulisse weiter. Nachdem diese Gruppe abgereist war, zogen eine Etage höher Familien mit mehreren Kindern ein (ca. 8 Kinder im Alter von ca. 8 – 12 Jahren). Die Eltern unternahmen einen Ausflug in die Stadt, die Kinder blieben allein. Obwohl tolles Wetter war und direkt neben der Jugendherberge ein großer Park ist, zogen die Kinder es vor, die JuHe zum Spielplatz zu ernennen und ein Riesentheater zu veranstalten, d. h. es wurde geschrieen und getrampelt – eine Horde Elephanten hätte wohl nicht mehr Lärm verursachen können. Nachdem in der Nacht vorher an Schlaf nicht zu denken war und wir nach einem ausgedehnten Stadtbummel relativ müde waren, wollten wir ein bißchen ruhen – ging aber nicht. Die Kinder reagierten auf Bitten um etwas Ruhe nicht, statt dessen ging der Lärm unvermittelt weiter: Türen knallten, auf dem Flur wurde Fußball gespielt usw. Auf meine Frage. ob sie nicht im Park spielen könnten bekam ich zur Antwort, dass dies eine Jugendherberge sei und dass das Wort „Jugend“ bereits im Namen stecken würde und dass Jugendliche sich eben austoben müssten… Die Aktion lief von ca. 14 Uhr bis zum Abendessen…Meine Tochter und ich sind an diesem Abend abgereist, weil zu befürchten war, dass die Nacht ähnlich verlaufen würde wie die vorherige. Die Frage nach meiner Akzeptanz in Bezug auf Kinderlärm stellte sich nicht wirklich…
    „Die Freiheit des Einzelnen hört dort auf, wo sie die Freiheit des Anderen einschränkt.“ Kinder müssen und sollen sich austoben, spielen die Welt erkunden – aber Rücksichtnahme auf andere würde auch nichts schaden.

  53. Ich habe selbst ein Kind und bin der Meinung das Kinder in unserer Gesellschaft nur gern gesehen sind, wenn sie sich leise und unauffällig verhalten. Am besten sie agieren unsichtbar und angepaßt. Alle andere Verhaltensweisen werden nicht toleriert und auf mangelnde Erziehung zurückgeführt. Vielerorts werden Kinder nicht als Bereicherung sondern als Belastung und als Lärmbelästigung empfunden.

  54. Wenn Eltern ihrem Erziehungsauftrag nachkommen gibt es keine Probleme. Werte und Normen der Gesellschaft werden an die Kinder weiter gegeben und das Zusammenleben Aller funktioniert.

    Da wo sich Eltern um nichts kümmern oder gar sagen: „Kinder verschwindet und stört woanders“ gibt es Probleme.

    Ein Staat der das per Verordnung oder Gesetz legitimiert, verstärkt das Problem. Die Welt wird dadurch allein nicht kinderfreundlicher.

  55. Hallo,
    ich finde es gut, dass der Staat es dieses Gesetz erlassen hat. Und es nicht mehr so einfach ist, gegen Kindergartenlärm, Spiellärm usw. zu klagen.

    Wir sind eine Familie mit 3 Kindern (8, 9 und 12). Und ich muss sagen, unsere Nachbarn sind unterschiedlich. Die Erfahrung zeigt, dass viele ältere Leute, die keine Enkelkinder haben, so ziemlich genervt sind, bzw. vergessen haben, wie das ist, klein zu sein.
    Wir haben bei uns in der Nachbarschaft ein Ehepaar, das an einer Straßeeinmündung in eine Spielstraße wohnt, also ein Eckgrundstück besitzt.
    Jetzt ist die eine Straße 30er Bereich ziemlich stark befahren, einschließlich Busverkehr. Also gehen meine Kinder zum Spielen entweder zu uns in den Garten, bzw. zum Inlinerfahren in die „Spielstraße“, was ja auch Sinn macht.
    Jetzt ist es so, dass wenn ein Erwachsener sich mit draußen aufhält, ist das Ehepaar friedlich, wenn die Kinder aber alleine draußen sind, kommt einer von beiden raus und beschwert sich bei den Kindern, sie sollen doch woanders spielen. Man muss dazu sagen, dass die Kinder nie länger als 18.30 Uhr auf der Straße spielen und auch nichts anstellen. Es kann nur passieren, dass sich die Kinder beim Inlinern am Geländer festhalten. Aber das ist schon zuviel. Man kann nur den Kopf schütteln.
    Aber auch im Bekanntenkreis meiner Mutter, die mittlerweile 74 ist, bei uns im Haus dabei wohnt und durch unsere Kinder und deren Freunde ziemlich gelassen gegenüber Kinderlärm ist, gibt es solche, die sogar die bloße Anwesenheit von Kindern schon stört. Ich verstehe das nicht, die waren doch alle mal klein und bestimmt auch nicht den ganzen Tag in der Stube eingesperrt.

    Zu dem Kommentar von Herrn Kramer möchte ich noch sagen:
    Man kann nicht ständig bei den Kindern sein, ich will es auch gar nicht. Ich weiß von früher her noch, wie das war, wenn ständig ein Erwachsener dabei war. Man war doch selbst froh, mal unter sich zu sein und vielleicht auch Dinge zu besprechen, die kein Erwachsener hören sollte. Auch fördert es die Entwicklung unserer Kinder nicht, wenn sie dauernd bemuttert werden. Was nicht heißen soll, dass ich mich nicht um meine Kinder kümmere, ich schaue auch regelmäßig nach ihnen oder pfeife sie mal zurück, wenn sie zu laut sind. Da schaue ich schon drauf. Aber ein paar Freiheiten brauchen auch die Kinder.

  56. Hallo,

    Meine persönlichen Erfahrungen mit meinem leider einzigen Sohn sind vorallem von den direkt unter uns wohnenden Nachbarn geprägt: wir wohnen seit seiner Geburt zur Miete im zweiten Stockwerk und unter uns wohnte erst ein betagtes Ehepaar, das sehr lärmempfindlich war. Nach dem Versterben des Ehemannes wurde die Situation noch schlimmer, so dass mein Sohn sich heute noch daran erinnert, wie die Nachbarin Türen zuknallte und mit einem Holz an die Wand oder Heizungsrohre hämmerte (was weitaus mehr Lärm verursachte als andere im Haus) um ihrem Missmut zum Ausdruck zu verhelfen. Dabei war mein Sohn schon immer ein sehr ruhiges Kind, und nur ab und zu, wenn seltener Besuch da ist, geht es etwas rund.

    Nach Abmahnung durch die Hausverwaltung und Antwort mittels Anwalt meinerseits zog die betagte Dame dann in eine Wohngemeinschaft mit Betreuung, und eine andere etwas griessgrämige und nicht weniger lärmempfindliche Grossmutter! zog ein.

    Dabei liegt unser Haus direkt gegenüber eines kleinen Platzes der für das ganze Wohnquartier Treffpunkt und Spielplatz ist und im Sommer Fussbälle und die Musik der Jugendlichen bis spät in die Nacht das Schlafen erschweren.

    Ich würde sagen, (Kinder-)Lärmempfindlichkeit hat mit der allgemeinen positiven oder negativen Einstellung zu tun und denke, dass man mit zunehmendem Alter auch auf Kindergeschrei empfindlicher reagiert – und denke, dass mit dem Älterwerden nicht umsonst das Gehör nachlässt :-).

  57. Nun ist das längst überfällige Gesetz endlich beschlossen. Wir betreiben einen Erlebnis – und Abenteuerhof für Kinder und Jugendliche. Seit der Gründung des Projektes stehen wir immer wieder dem Anwalt unserer Nachbarn gegenüber. Das beste dabei ist, dass noch vor einem Jahr die Mähdrescher Tag und Nacht auf den Hof gefahren sind und auch die Landmaschienen Tag und Nacht gewartet worden.

    Unsere Nachbarn konnten diesen Lärm ohne Klage hinnehmen. Als wir jedoch 2010 den Hof übernommen haben und hier mit Kindern und Jugendlichen arbeiten war es vorbei. Es gab Unterschriften Aktionen, eine Bürgerinitiative etc. gegen unser Projekt.

    Mit dem neuen Gesetz im Rücken können wir nun endlich aufatmen. Unsere Aktionen für Kinder sind hoffentlich kein Klagegrund mehr. Auch der Übernachtungsbetrieb (Heuherberge oder Tippis) war bisher nicht möglich.

    Vieleicht weis jemand, ob dieses Gesetz auch auf die über Nacht Beherbergung von Kindern anzuwenden Ist. Alle Gruppen werden durchgehend von Pädagogen betreut. Ich danke schonmal für alle Antworten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*